EEG-Novelle 2012 + Update-List

Am 30.06.2011 verabschiedete der Bundestag die EEG-Novelle 2012 in zweiter wie dritter Lesung, das EEG selbst trat nur einen Tag später am 01.07.2011 in Kraft. Für die Offshore-Windenergie wurde ein optionales Stauchungsmodell eingeführt, in der Bioenergie entfielen dafür diverse Boni, in der Photovoltaik erhöhte sich die Degression und die EEG-Umlage wird 2012 vermutlich weiter ansteigen. Mehr hierzu jedoch in den folgenden Absätzen.

 

KP Mittelstandsbeauftragter Rezzo Schlauch

 

Windenergie on- wie offshore.

 

Eigentlich plante die Bundesregierung auch in der Windenergie diverse Förderkürzungen, dagegen sprachen sich jedoch Windenergieverbände und -institutionen erfolgreich aus. Nur die Degression erhöhte um einen halben Prozent, für Offshore-Windparks wurde ein optionales Stauchungsmodell eingeführt. Danach erhalten Anlagenbetreiber in einem verkürzten Zeitraum augenscheinlich mehr Cent je kWh, insgesamt liegt die Gesamtvergütung aber unter der des Basismodells.

Bioenergie unterteilt in Rohstoffklassen

 

Sehr viel mehr tat sich in der Bioenergie. Mit dem EEG 2012 wollte die Bundesregierung vor allem dem bedenklichen Anstieg des Biogasmaisanbaus und der regional steigenden Pachtpreise entgegen wirken. Letztlich stieg zwar die Grundvergütung, dafür entfielen der Gülle- und NawaRo-Bonus vollends. Neu führt die EEG-Novelle 2012 einen Substratbonus ein – je nach Rohstoffklasse erhält der Anlagenbetreiber eine zusätzliche Extravergütung.

 

 

Die Photovoltaik kam in der EEG-Novelle wohl am schlechtesten weg. Sie wuchs in den letzten Jahren zu stark an und zeigt sich für die hohe EEG-Umlage maßgeblich verantwortlich. Also steigt die Degression stark an. Gekoppelt wird diese künftig an die installierte Gesamtleistung, theoretisch ist so eine Maximaldegression von bis zu 24,0 Prozent möglich, eine weitere ist für den 01.07.2012 geplant. Zusätzlich sinkt die Einspeisevergütung, die Eigenverbrauchsvergütung wurde um weitere zwei Jahre bis Ende 2013 verlängert.