Photovoltaik Förderung - Einspeisevergütung 2012

Einspeisevergütung für PV-Anlagen nach dem EEG 2012

 

Auch im Kalenderjahr 2012 sinkt die Einspeisevergütung weiter, jedoch weniger stark als zunächst geplant. Die nachfolgenden Angaben verstehen sich als Grundvergütung. Dank weiterhin stark fallender Modulpreise, bleibt Photovoltaik attraktiv für Investoren und Hausbesitzer.

 

Tipp: Wenn Sie interessiert, welche Rendite Ihr Haus abwerfen würde, dann testen Sie unseren PV-Rechner, oder füllen Sie direkt den Photovoltaik-Fragebogen aus und erhalten Sie unverbindliche Angebote für Ihr Projekt.

KP Mittelstandsbeauftragter Rezzo Schlauch

 

Leistung der Anlage ab 01.01.2012 ab 01.01.2011
bis 30 Kilowatt 24,43 Cent je kWh 28,74 Cent je kWh
bis 100 Kilowatt 23,26 Cent je kWh 27,33 Cent je kWh
bis 1 Megawatt 21,98 Cent je kWh 25,86 Cent je kWh
ab 1 Megawatt 18,33 Cent je kWh 21,56 Cent je kWh

 

Anlagenbetreiber, die ihren Strom nicht ins Netz einspeisen, sondern selbst verbrauchen oder durch unweit entfernte Dritte verbrauchen lassen, erhalten eine so genannte Eigenverbrauchsvergütung. Ein Anspruch hierauf besteht bis zu einer Anlagengröße von 500 Kilowatt – werden nicht mehr als 30 Prozent des erzeugten Stroms verbraucht, reduziert sich die Vergütung um 16,38 Cent je kWh, andernfalls um nur 12,00 Cent je kWh.

 

 

Ergibt sich daraus ein Wert kleiner null, etwa wegen einer unerwartet hohen Degression, entfällt der Vergütungsanspruch gänzlich, genauso übrigens für alle Photovoltaik Anlagen, die nach dem 01. Januar 2014 in Betrieb genommen werden.

 

Degression bemisst sich nach installierter Gesamtleistung

 

So orientiert sich die jährliche Degression fortan am Zubau neuer Photovoltaik-Anlagen. Achtung: Beim Bemessungszeitraum zieht die Bundesnetzagentur nicht das vergangene Kalenderjahr heran, sondern jeweils die Monate Oktober bis September. So wurde im Kalenderjahr 2010 eine Leistung von 5.300 Megawatt erreicht, zwischen Oktober 2009 und September 2010 allerdings ganze 7.700 Megawatt. Wird zwischen Oktober 2010 und September 2011 eine ähnliche PV-Leistung erreicht, erhöht sich die Degression theoretisch auf satte 24 Prozent.

KP Mittelstandsbeauftragter Rezzo Schlauch

Folgende Tabelle stellt die jeweilige Degression bei sämtlichen Szenarien übersichtlich dar:

 

Installierte Gesamtleistung Degression der Einspeisevergütung
bis 1.500 Megawatt 1,5 Prozent
bis 2.000 Megawatt 4,0 Prozent
bis 2.500 Megawatt 6,5 Prozent
bis 3.500 Megawatt 9,0 Prozent
ab 3.500 Megawatt 12,0 Prozent
ab 4.500 Megawatt 15,0 Prozent
ab 5.500 Megawatt 18,0 Prozent
ab 6.500 Megawatt 21,0 Prozent
ab 7.500 Megawatt 24,0 Prozent

 

Zusätzlich sinkt die Einspeisevergütung zum 01.07.2012 vermutlich um weitere Prozent, allerdings wird die Degression wohl sehr viel geringer ausfallen. Maßgeblich ist für die erneute Degression der Zeitraum Oktober 2011 bis April 2012, die installierte Gesamtleistung wird zuvor mit dem Wert 12 multipliziert und durch 7 geteilt. In der folgenden Tabelle wurde dieser Rechenvorgang bereits vorgenommen:

 

Installierte Gesamtleistung Degression der Einspeisevergütung
ab 3.500 Megawatt 3,0 Prozent
ab 4.500 Megawatt 6,0 Prozent
ab 5.500 Megawatt 9,0 Prozent
ab 6.500 Megawatt 12,0 Prozent
ab 7.500 Megawatt 15,0 Prozent

 

Fachexperten mutmaßen jedoch bereits, dass die für Juli 2012 angedachten 3.500 Megawatt nicht erreicht werden, es also gar nicht zur zweiten Förderkürzung kommt. Hierbei handelt es sich jedoch um reine Spekulationen.